Hoffnung im Jemen – Video aufgetaucht

Da scheint sich etwas zu verdichten: Verschiedene Medien berichten unter Berufung auf „Bild“, dass der Bundesregierung ein Video der Entführer von Familie Hentschel vorliege. Darauf seien jedenfalls die drei Kinder (1, 3 und 5 Jahre) lebendig zu sehen, das Video sei einige Wochen alt. „Die Kinder machen einen erschöpften Eindruck“, zitiert „Bild“ einen hohen Regierungsbeamten. Unklar bleibt das Schicksal der Eltern sowie des ebenfalls vermissten britischen Ingenieurs.

Spiegel Online liefert bei der Gelegenheit wieder die Pseudo-Erklärung, der Familienvater habe durch seine „Missionierungsversuche“ die Gewalt zumindest mitverursacht:

Doch was als idealistische Hilfsmission begann, endete in einer Tragödie. Die Entführung und die Morde gingen offenbar auf einen religiösen Disput zurück, der vor einigen Monaten in Jemens Hauptstadt Saada geschah. Der Vater der Familie hatte mit einem Muslimen über das Christentum gesprochen und ihm empfohlen, die Bibel zu lesen. Der Überzeugungsversuch hatte anscheinend lokale Muslime gegen ihn aufgebracht.

Wer nur ein bisschen über traditionelle islamische Kulturen weiß, weiß auch, dass es praktisch unmöglich ist, das Gesprächsthema „Religion“ zu vermeiden – und natürlich wird es dann um Christentum und Islam, Bibel und Koran gehen. Aber das weiß der Spiegel natürlich nicht … und noch weniger wissen die Spiegel-Leser, die sich im Forum zu diesem Artikel austoben. Das ist wirklich unappetitlich.

Crossposted auf Alexander Hirschs Blog

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